BikerSOS hat Tipps, um besser gesehen zu werden

Wir als Motorradfahrer wissen ganz genau: Motorradfahrer sind im Straßenverkehr wesentlich stärker gefährdet als Autofahrer. Im Gegensatz zum PKW bietet das Motorrad keine Knautschzone. Fast jeder Motorradunfall ist dabei mit Verletzungen verbunden. (Tipp: Starte immer deine BikerSOS App!) Vor allem in Kreuzungsbereichen kommt es oft zu Kollisionen zwischen Pkw und Motorrad.

„Sehen und gesehen werden“

Straße im Herbst

Im Herbst muss man die schlechten Lichtverhältnisse kompensieren.

Motorräder werden von anderen Verkehrsteilnehmern oft falsch eingeschätzt. Während der Fahrt kann sich die Breite, zum Beispiel beim Kurvenfahren, nahezu verdoppeln. Nicht selten werden motorisierte Zweiräder deutlich unterschätzt und ihnen von anderen Verkehrsteilnehmern weniger Platz zugestanden, als erforderlich wäre. Aber auch die Geschwindigkeit von Motorrädern oder auch Rollern ist oft höher als man denkt, was zu zahlreichen Unfällen im Kreuzungsbereich führt.

Die schmale Silhouette der Biker macht sie für andere Verkehrsteilnehmer schwer erkennbar. Daher lautet das Motto auch zu Saisonende „Sehen und gesehen werden“. Neben einer vorausschauenden Fahrweise ist es besonders wichtig, sich gut sichtbar zu machen. Bei Dämmerung und vor allem nachts sinkt die menschliche Sehleistung stark ab. Dunkle Motorradfahrer werden daher erst sehr spät wahrgenommen. Eine gute Motorradbekleidung schützt nicht nur vor schweren Verletzungen und Witterungseinflüssen, sondern durch ein auffälliges Signalbild (reflektierende Elemente, auffällige Muster, kontrastreiche Farben) vor dem Übersehen werden. Sie werden damit von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen.

Dabei muss es nicht gleich eine neues Motorradoutfit sein.

Mach dich sichtbar!

Eine Motorradwarnweste über der regulären Schutzkleidung reicht aus, um von anderen Verkehrsteilnehmern deutlich besser gesehen zu werden. Allerdings sind nicht alle Warnwesten für jeden Motorradfahrer geeignet. Warnwesten sind in verschiedenen Qualitäten erhältlich – je nach Fahrstil uns Sicherheitsbedürfnis.
„Normale“ Warnwesten mit Klettverschluss blähen sich bei ambitionierter Fahrweise im Fahrtwind auf, flattern und können im schlimmsten Fall während der Fahrt behindern. Motorradwarnwesten sind meist enganliegend und in der Regel mit einem bis zum Kragen reichenden Front-Reißverschluss versehen. Sie sind in den Signalfarben Gelb, Orange oder Rot erhältlich.
Wer auch beim Tragen einer Warnweste das Portemonnaie oder die Ausweistasche bei der Hand haben will, kann zu einer aufwändig verarbeiteten Warnweste mit Außentaschen greifen.
Allen gemeinsam ist, dass durch reflektierende Elemente dafür gesorgt wird, dass der Motorradfahrer auch bei Dämmerung und nachts besser gesehen wird.
Leuchtfarbene Bekleidung kann also einen wichtigen Beitrag zur passiven Sicherheit leisten.

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Eine weitere gängige Methode sich sichtbar zu machen ist es am Helm oder Motorrad reflektierende Aufkleber anzubringen. Aber nicht jeder Aufkleber darf den Helm zieren – reflektierende Aufkleber sollten speziell für den Helm zugelassen sein um die Helmaußenschale nicht anzugreifen. Zudem sind Helmaufkleber oft speziell geformt um sich den Rundungen des Helms anzupassen.
Am Motorrad selbst ist etwa das Anbringen von reflektierenden Felgenaufklebern eine Methode die nicht nur sichtbar macht, sondern auch gut aussieht.

Last but not least: die Pflege der Motorradbeleuchtung!
Das obligatorisches Abblendlicht am Tage das in unseren Breiten ohnehin für Biker Pflicht ist, soll den Motorradfahrer schützen. Durch das Nutzen von Tagfahrlich durch Autofahrer hebt sich der Motorradfahrer zwar nicht mehr so stark vom restlichen Verkehr ab wie früher, es ist aber immer noch ein wichtiger Beitrag um besser wahrgenommen zu werden (etwa bei schlechten Sichtverhältnissen).
Daher gilt: Frontscheinwerfer und Rücklicht immer sauber halten. Meist reicht ein kurzes Abwischen vor der Fahrt oder beim nächsten Boxenstop an der Tanke.

Gefahrenstellen erkennen

Die Problematik der schlechten Sichtbarkeit kommt naturgemäß besonders in Situationen zum Tragen, in denen es um das Gewähren von Vorfahrt geht. Kreuzungen und Einmündungen sind gefährliche Unfallschwerpunkte für Kollisionen von Motorrädern mit anderen Verkehrsteilnehmern. Motorisierte Zweiradfahrer sind daher gut beraten, sich diesen Situationen umsichtig und defensiv zu nähern und nach Möglichkeit den Blickkontakt mit anderen Verkehrsteilnehmern zu suchen!