BikerSOS weiß was erlaubt ist und gibt Tipps

Lackieren, aber wie?

Zwei Motorradhelme, einer bemalt, einer weiss

Welche Farbe drauf darf, muss genau geklärt werden!

Von der Stange ist dir zu langweilig? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich mit einem individuellen Design des Motorradhelms von der breiten Masse abzuheben. Eines vorweg. Unbedingt immer den Profi beauftragen und nicht selber Hand anlegen. Den Motorradhelm lackieren ist durchaus erlaubt – aber wer ein individuelles Design auf dem Helm haben will, muss zu Lack oder Airbrush-Farben greifen, um den Helm umzugestalten. Allerdings sollte man nicht einfach loslegen, denn es gelten besondere Bestimmungen und zudem kann der Helm an Schutz verlieren, wenn der Lack das Kunststoff zerstört. Generell bestehen  Motorradhelme aus Kunststoff. Wenn Lösemittel aus einem Lack darauf trifft kann es sein, dass der Lack spröde wird. Die Konsequenz ist, dass er bei einem Aufprall nicht mehr den Schutz bietet wie er sollte. Um somit festzustellen, ob das Lackieren eines Motorradhelms möglich ist, solle man vorab den Motorradhelm-Hersteller anfragen. Dieser kann den Helm für Lackierungen oder auch Bekleben von Folien freigeben. Wer beim Motorradhelm eine neue Lackierung anbringen will, sollte nicht selber Hand anlegen, sondern einen Profi fragen. Dieser kennt die Farben und Inhaltsstoffe und kann Farben empfehlen, die das Material des Helmes nicht angreifen. Gegebenenfalls kann der Farbexperte auch feststellen, ob das Material herkömmliche Lacke verträgt oder nicht.

Folieren statt lackieren

Soll beim Motorradhelm eine Farbveränderung her, besteht die Auswahl zwischen unterschiedlichen Farbtönen und unzähligen Effekten. Das Folieren bringt aber nicht nur farbliche Veränderungen mit sich, sondern auch  einen zusätzlichen Schutz für den Lack des Motorradhelmes. Das heißt Kratzer oder auch Vogelkot können nicht bis zur eigentlichen Lackschicht durchdringen. Und auch kleineren Steinschlägen hält die Folie stand. Der Lackschutz ist allerdings nur ein Aspekt, warum statt Lackieren eher Folieren beim Wunsch nach Farb- oder Musterveränderung in Frage kommt. Der eigentliche Grund, warum das Folieren von einem Motorradhelm häufig gewählt wird, ist die einfache Anbringung der Folie auf dem Helm. Und wenn die neu gewählte Farbe dann doch nicht mehr gefallen sollte, kann die Folie jederzeit wieder entfernt werden. Den Designwünschen sind beim Folieren von einem Motorradhelm fast keine Grenzen gesetzt. Dank moderner Technik ist es möglich, dass jegliches Design am Rechner mit einer Software entworfen und die Folie mit diesem Muster bedruckt werden kann.  So können Tiermotive, aber auch ungewöhnliche Reliefs bzw. verrückte Symbole auf die Folie gedruckt werden. Beim Folieren selbst sollte man jedoch darauf achten, dass keine Blasen entstehen. Denn dann ist der ganze Effekt sehr schnell dahin.

Egal ob folieren oder lackieren, generell gilt: Motorradhelme nie in Eigenregie individualisieren.

  • Der erste Blick geht ins Handbuch, auf den Garantieschein und die Seite des Herstellers.
  • Hochwertige Helme aus Fiberglas, Carbon oder ähnlichem können lackiert werden, wenn
    der Hersteller das erlaubt.
  • Lackierung und Aufkleber immer vom Profi anbringen lassen.

 

Für noch mehr Sicherheit: Immer vor der Fahrt BikerSOS App aktivieren!