Tipps zum Reinigen und Pflegen von deinem Motorrad

Von |2018-10-19T19:19:06+00:00Oktober 19th, 2018|2 Kommentare

Motorradwäsche für ein sicheres Fahrgefühl
Ein frisch geputztes Bike ist nicht nur eine Augenweide, die regelmäßige Reinigung dient der eigenen Sicherheit und einer höheren Lebenserwartung des geliebten Motorrades. Bei der Reinigung fallen abgenutzte Reifenprofile und Bremsbeläge auf, genauso wie undichte Stellen am Motor, lockere Schrauben und Vibrationsrisse. Ein kurzer Blick auf Ölstand und Flüssigkeitsbestände in Batterie und Kühler liegt während der Reinigung nahe. Auch korrodierte Stellen an Chromteilen und Motor fallen frühzeitig ins Auge. Wer dann noch die BikerSOS App installiert, die automatisch Stürze und Unfälle erkennt und eine Nachricht an Notfallkontakte sendet, hat in puncto Sicherheit die Nase vorn.

Schattig und windgeschützt
Vor dem Waschen sollte das Motorrad vollständig abgekühlt sein und auf einem geeigneten Platz stehen. Sandige Untergründe oder ein Standort in praller Sonne sind ungeeignet. Das Waschen im eigenen Garten ist zum Schutze des Grundwassers untersagt. Es sei denn, das mit Schmierstoffen und Reinigungsmitteln verunreinigte Wasser findet zuverlässig seinen Weg in die öffentliche Kanalisation. Ein windgeschützter schattiger Platz auf einer Tankstelle oder in einer Waschstraße ist der ideale Ort, um das Motorrad auf Hochglanz zu bringen.

Gartenschlauch vor Hochdruckreiniger
Wer der Meinung ist, dass der olle Lappen vom letzten Werkstattputz gerade gut genug ist, der irrt. Sämtliche Lappen, Schwämme, Leder und weiche Tücher sollten sauber sein, um empfindliche Oberflächen vor Kratzern zu bewahren. Ein Gartenschlauch eignet sich besser zur Reinigung eines Motorrades als ein Dampfstrahler. Wer dennoch einen Hochdruckreiniger verwendet, sollte genügend Abstand einhalten und den Strahl nicht auf Lager richten, um diese nicht zu entfetten. Auch die Fahrzeugelektronik reagiert darauf mitunter empfindlich.

Einwirkzeiten einhalten
Ein Kettenreiniger benötigt die längste Einwirkzeit, daher ist es sinnvoll, damit anzufangen. Während der Einwirkzeit kann das Motorrad mit Motorradreiniger eingesprüht werden. Der Grundreiniger, der nach dem ersten Abspritzen des Bikes verwendet wird, hat idealerweise eine gelartige Konsistenz, damit er an den vertikalen Flächen eine Weile einwirken kann. Da ein Motorrad aus vielen unterschiedlichen Materialien besteht, die jedes auf seine Weise empfindlich auf scharfe Reiniger reagieren, ist ein normaler Autoreiniger ungeeignet. Besser ist es, auf ein bewährtes Reinigungsmittel aus einem Motorradfachgeschäft zurückzugreifen. Die Einwirkzeiten der Reiniger bitte weder unter- noch überschreiten. Eine überzogene Einwirkzeit bringt keine bessere Reinigungsleistung, sie erschwert das anschließende Putzen nur unnötig.

Mit einer weichen Bürste oder einem Schwamm lassen sich die Insektenreste von Tourenscheibe und Scheinwerfern entfernen. Ist die letzte Reinigung schon eine Weile her, empfiehlt es sich die Insektenkruste in der Nacht davor mit nassen Tüchern und sanftem Spülmittel einzuweichen. Die gründliche Reinigung erfolgt am besten ganz altmodisch mit einem Eimer Wasser und einem Schwamm. Mit mäßigem Druck wird die ganze Maschine abgewaschen, damit der Lack unbeschädigt bleibt. Schwer zugängliche Stellen beispielsweise am Motor oder am Hinterrad sind am besten mit einer Bürste zu säubern. Dabei schadet es nicht, Schwamm oder Bürste häufig im Eimer auszuwaschen, um Kratzern vorzubeugen. Abschließend ist das Bike gut abzuspülen, vor allem ungeschützte Aluminiumteile und Schrauben gründlich mit Wasser abspritzen, damit diese durch den Reiniger nicht langfristig angegriffen werden. Den Bereich unter der Sitzbank und dem Tank nicht vergessen.

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In Längsrichtung polieren
Mit einem gut ausgewrungenen Ledertuch wird das Motorrad ohne Schlieren und Wasserflecken trocken gerieben. Für den perfekten Glanz sorgen Lackpflegemittel mit Wachsanteil. Diese schützen den Lack vor schädlichen Umwelteinflüssen. Nachdem die Politur angetrocknet ist, können die lackierten Teile auf kleineren Abschnitten mit einem weichen sauberen Lappen in Längsrichtung poliert werden. Das ist schonender als das Polieren in einer kreisförmigen Bewegung. Unlackierte Kunststoffteile können mit einem Kunststoffpfleger eingerieben werden, damit diese nicht matt werden und vor Umwelteinflüssen geschützt sind. Vorsicht mit dem Kunststoffpfleger bei der Sitzbank, diese wird davon extrem rutschig. Für die Sitzbank lieber zu einer separaten Leder- und Vinylpflege greifen. Kunststoffreiniger, der auf den Reifen gelandet ist, der Sicherheit zuliebe gleich wieder abwischen. Stark verschmutzte Aluminium- und Chromteile oder Chromfelgen bekommen mit Polierwatte und Chrompflegemittel neuen Glanz.

Schutzhandschuhe bei Bremsenreinigern
Sind die Bremsscheiben oder – trommeln stark verschmutzt, sodass ein Bremsenreiniger erforderlich ist, bitte unbedingt Schutzhandschuhe tragen. Der Reiniger greift die Haut an, wirkt fettlösend und ist rückstandsfrei. Bitte nur auf Metall anwenden, Gummi reagiert empfindlich auf diesen Reiniger und wird nach einiger Zeit porös.

Der Bock blitzt, die nächste Tour ist geplant. Mit der BikerSOS App können die Touren aufgezeichnet werden – die schönsten Momente in Bildern festgehalten und online geteilt werden.
Gute Fahrt!

Über den Autor:

Hallo, ich bin JD und ohne mich würde es BikerSOS nicht geben. Jetzt fragt ihr euch sicher warum, oder? Das ist ganz einfach, denn ich bin derjenige mit dem BikerSOS entwickelt und unter anderem auch getestet wurde.... Ja dieses Kapitel liegt jetzt hinter mir und ich widme mich anderen Themen rund ums Motorradfahren!

2 Comments

  1. Peter Pfingsten Oktober 22, 2018 at 7:50 am Antworten

    Moinsen Biker-Kollegen!
    Danke für die Tipps zur Mopped-Pflege. Diese sind das ganze Jahr über sinnvoll, denn für uns z.B. ist die Saison noch nicht zu Ende. Wir fahren ganzjährig, auch wenn es kalt ist, Hauptsache die Straße ist trocken.

    Die linke zum Gruße!
    Peter Pfingsten

    • Werner Oktober 24, 2018 at 1:07 pm Antworten

      Hallo Peter,
      ja das ist stark, wenn ihr das ganze Jahr fährt!
      Wir hoffen es sind ein paar Sachen dabei die hilfreich sind 🙂

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